Mit 21 Jahren trat Heinz Hermann Mausbach am 5. Mai 1965 in die Kolpingsfamilie Iserlohn ein. Da er Freude am Gesang hatte, wurde er ebenso Mitglied des Kolpingchors, dem er bis heute treu geblieben ist.
Durch seine kluge und besonnene Art verschaffte sich Heinz Hermann bei den Mitgliedern der Kolpingsfamilie schnell das Vertrauen. Bald wurde er in den Vorstand des Vereins gewählt. Als in den 80er Jahren der Vorsitzende ausschied, stellte Heinz Hermann sich als Nachfolger zur Verfügung. Er wurde in dieses Amt gewählt, und eine für die Kolpingsfamilie prägende Zeit begann.
Nachdem auch Frauen als Mitglieder in die Kolpingsfamilie aufgenommen worden waren, organisierte Heinz Hermann Familienfreizeiten in Kolping Bildungseinrichtungen. Die Resonanz war großartig. Ein besonderes Highlight war später eine Wallfahrt nach Rom anlässlich des 20. Jahrestages der Seligsprechung Adolf Kolpings.
Als in den 80er Jahren Deutschland noch geteilt war, verfolgte Heinz Hermann mit besonderem Interesse die Entwicklung der Kolpingsfamilie in Heiligenstadt, damals noch DDR. Durch persönliche Besuche in Heiligenstadt förderte und festigte er die Kontakte mit den Kolpingschwestern und Kolpingbrüdern „drüben“, wie man früher sagte. Zum 100jährigen Jubiläum gelang es ihm sogar, eine Einreisegenehmigung für den damaligen Generalpräses der Kolpingsfamilie zu erwirken. Während der Veranstaltung in Heiligenstadt war dessen öffentliches Auftreten jedoch verboten – Redeverbot für den Gast aus dem Westen.
Unter der Leitung von Heinz Hermann Mausbach wurde 2011 der Vorstand der Kolpingsfamilie Iserlohn umstrukturiert. Der Vorstand wurde fortan nicht mehr – auch rechtlich – durch einen Vorsitzenden vertreten. An die Stelle des Vorsitzenden trat ein Vorstand, bestehend aus drei Personen, die auch im Amtsgericht als Vorstand gemeldet sind. Heinz Hermann übernahm die Funktion des Schriftführers. Für seine Verdienste für die Kolpingsfamilie Iserlohn wurde er zum Ehrenvorsitzenden ernannt.
Heinz Hermann war fortan also nicht mehr Vorsitzender, sondern „nur noch“ Schriftführer. Weniger Führung, Engagement und Arbeit bedeuteten das aber keineswegs. Heinz Hermann blieb der Kopf und das Herz der Kolpingsfamilie Iserlohn. Und das ist er auch heute noch!!
Neben der „normalen“ Vorstandsarbeit war und ist ihm die Weiterentwicklung der Gemeinschaft ein Herzensanliegen. Vor Corona gelang es ihm, entsprechende Impulse auch zu realisieren: Durch kind – und familiengerechte Veranstaltungen wurde das Interesse junger Familien geweckt: Fledermausbeobachten am Seilersee, Flughafen in Dortmund, Schnitzeljagd im Heidewald – solche und ähnliche Veranstaltungen waren sehr erfolgreich. Leider riss durch Corona der Faden. Unterstützung bei seinen Bemühungen erhofft sich Heinz Hermann von der Zusammenarbeit mit Kolping in Paderborn.
Ein weiteres besonderes Anliegen war und ist ihm die Zusammenarbeit mit der FWS. Die FWS betreibt Altkleidercontainer. Soziale Vereinigungen, wie auch die Kolpingsfamilie Iserlohn, können durch das Sammeln von Altkleidern ihr finanzielles Budget und somit auch die Möglichkeit für Spenden für Bedürftige verbessern. Noch heute überprüft Heinz Hermann persönlich, dass sich an den Containern keine unerwünschten Müllberge auftürmen.
Und die „normale“ Vorstandsarbeit?
Sitzungen vorbereiten und in wertschätzender Atmosphäre leiten, Bildungsveranstaltungen und andere Möglichkeiten für Begegnungen und Gemeinschaft planen und durchführen, Internetseite pflegen, Kolpingbrief gestalten und versenden, Kranke besuchen, mit Angehörigen von Verstorbenen beten, den Pastoralverbund unterstützen – Krippenaufbau Fronleichnamsprozession, Infostand bei der Einführung des neuen Erzbischofs oder bei der Eröffnung des Pastoralen Raums Iserlohn …Das klingt nach besonderem Engagement! Ist es auch, aber vermutlich deckt diese Aufzählung noch nicht einmal alles ab!
Wie schafft der Mann das?
Treu Kolping ist für ihn seit 60 Jahren nicht nur ein Spruch. Die Kolping Anstecknadel ist für ihn seit 60 Jahren nicht nur eine Nadel. Beides ist Ausdruck seiner christlichen Überzeugung.
Ein Vertreter und eine Vertreterin des Vorstands bedankten sich stellvertretend für die Kolpingsfamilie Iserlohn bei dem Jubilar mit einer Urkunde und einem Geschenk und wünschten ihm und seiner Familie Gottes Segen.