19.03.2026
Heiligste Dreifaltigkeit

Mut in schwierigen Zeiten

Ist das Wasserglas halbvoll oder halbleer? Wenn man zurzeit die politischen Nachrichten verfolgt, ist die Tendenz eher halbleer. Auch für die Kirchen sind die Zeiten rau: Kirchenaustritte, Schließung von Kirchen, Missbrauchsskandal, Glaubwürdigkeitskrise …

(17.03.2026)

Und dennoch – oder gerade deshalb – erhofften sich 35 Frauen aus dem Pastoralverbund Iserlohn Stärkung und Ermutigung in einer Veranstaltung des Frauenfrühstückskreises mit dem Thema „Mut in schwierigen Zeiten“.

Zu Beginn der Eucharistiefeier in der Kirche Heiligste Dreifaltigkeit wurde thematisiert, dass es oft Frauen sind, die Geschichten von Mut, Kraft, Durchhaltevermögen und Ausdauer erzählen. Mutige biblische Frauen können uns ein Vorbild sein: Schutz bieten, Zuflucht gewähren, andere retten, das eigene Schicksal gestalten, der Verleumdung trotzen…

Hoffnung und Mut sind wichtige Antriebskräfte für uns Menschen. Sie sind die positive innere Ausrichtung auf die Zukunft hin, die unser Handeln leitet, auch wenn wir keine Gewissheit darüber haben, wie etwas ausgehen wird.  Sie sind die Motivation, die wir brauchen, um nicht in Verzweiflung und Resignation zu erstarren.

Der Mutmacher Psalm schlechthin –  der Herr ist mein Hirte –  wurde am Ende der Messe vorgetragen. Die Zusicherung ist: Wir gehen nicht ins Ungewisse. Wir gehen nicht allein. Gott begleitet uns auf unserem Weg. Dieses Gottvertrauen hat auch dem Apostel Paulus geholfen, schwere Zeiten und Anfechtungen zu überstehen. Dabei ist es ihm wichtig geworden, mit seinen Erfahrungen auch anderen Mut zu machen: „Ich kann sie trösten und ermutigen, so wie Gott mich selbst getröstet und ermutigt hat.“ ( 2. Korintherbrief Kapitel 1, Vers 4, Gute Nachricht-Bibel)

Pfarrer Schulte führte die Frauen einfühlsam durch die Messe, und der Organist Konrad Dickhaus trug durch seine musikalische Begleitung wesentlich dazu bei, dass die Frauen einen intensiven und bewegenden Gottesdienst erleben konnten.

Nach dem gemeinsamen Frühstück in der Begegnungsstätte vertieften die Teilnehmerinnen des Thema durch Schilderung eigener Erfahrungen.

Zum Schluss der Veranstaltung sammelte Frau Schmiemann Vorschläge für die Gestaltung  des Frauenfrühstücks in der Zukunft. Von den Frauen wurde eindringlich der Wunsch geäußert, diese Möglichkeit der Begegnung auch unter erschwerten Bedingungen zu erhalten.