02.03.2026
Iserlohn-Wermingsen

Fastenbrief an Sumba-Freunde in Iserlohn

„So spricht der Herr: Kehrt um zu mir von ganzem Herzen mit Fasten, Weinen und Klagen. Zerreißt eure Herzen, nicht eure Kleider, und kehrt um zum Herrn, eurem Gott! Denn er ist gnädig und barmherzig, langmütig und reich an Güte, und es reut ihn, dass er das Unheil verhängt hat.“ (Joel 2, 12-13)

Liebe Sumba-Freunde in Iserlohn, schöne Grüße aus Bonn. Ich hoffe, es geht Ihnen gut.

Wie großartig wäre es, in dieser Fastenzeit genau darauf die geistliche Chance wieder zu haben, um ganz bewusst die kommende Zeit, die 40 Tage der Buße und Umkehr, die Tage der Vorbereitung auf Ostern. Darüber freuen wir uns. In dieser vierzig Tage dauernden Fastenzeit gehen wir gemeinsam mit Gott.

Jedes Mal, wenn wir in die Fastenzeit eintreten, denken wir über unsere Vorsätze nach: Ich möchte damit aufhören…, ich möchte dies reduzieren…, ich möchte das vermeiden… usw. Manchmal vergessen wir, dass es in der Fastenzeit nicht nur darum geht, was wir aufgeben, reduzieren oder sogar vermeiden, sondern auch darum, gute Gewohnheiten anzunehmen, die wir aus freien Stücken beginnen. Wir fasten nicht nur, um mit dem Essen aufzuhören, sondern um fleißiger zu beten, aufmerksamer zu sein oder mehr zu spenden. Wir fasten nicht nur, um Sünden zu vermeiden, sondern um andere mehr zu lieben und ihnen mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Wir fasten nicht nur, um uns selbst zu verleugnen, sondern um uns Gott durch gute Taten gegenüber unseren Mitmenschen und unserer Umwelt hinzugeben. Es sei den– einfach, indem ich zuhöre, einfach, indem ich da bin, in kleinen Zeichen und Gesten der Aufmerksamkeit und der Nähe. Es sind oft die kleinen Dinge, die aber Großes bewirken.

Wir versuchen in unserer Familie, liebenden, und Gemeinden aufzubauen; ein Ort der Freundschaft wobei jede/jeder einen Platz findet, ein Willkommen Kultur, eine gute Ermutigung, ein gutes Gefühl von Nähe und Angenommensein. Die Fastenzeit lädt uns ein, die Hoffnung neu zu entdecken und uns von ihr stärken zu lassen. Sie ermutigt uns, nicht auf das zu schauen, was uns trennt, sondern auf das, was uns verbindet: die Liebe Gottes. In der Fastenzeit verlangt Gott nicht, dass wir uns auf einmal ändern. Er verlangt nur einen Schritt. Eine richtige Entscheidung. Eine Vergebung. Eine gute Gewohnheit, die wir uns aneignen. Klein – aber wahrhaftig.

Die Fastenzeit ist eine Reise. Und Gott begleitet uns auf dieser Reise.

Viele von Ihnen begleiten unsere Mission auf Sumba seit Jahren – manche sogar seit Jahrzehnten. Ihre Verbundenheit ist für uns nicht selbstverständlich. Sie ist ein Geschenk, das wir jeden Tag neu schätzen. Unser pastoraler Alltag ist lebendig und herausfordernd zugleich: feierliche Gottesdienste, Seelsorge in entlegenen Dörfern, Begegnungen mit Kindern und Jugendlichen, Schulbesuche und soziale Projekte.

Im Namen aller Mitbrüder und der vielen Menschen auf Sumba danke ich Ihnen von Herzen für Ihre Großzügigkeit, Ihr Vertrauen und Ihre Treue zur Mission. Sie sind ein unverzichtbarer Teil unserer Arbeit. Bitte begleiten Sie uns auch weiterhin mit Ihrem Gebet und – soweit möglich – mit Ihrer Unterstützung, damit wir gemeinsam die Frohe Botschaft und konkrete Hoffnung zu den Menschen bringen können, die sie am dringendsten brauchen.

Ihnen allen und Ihrer Familien eine gesegnete Fastenzeit.

Mit herzlichen Grüßen und in Gebet verbunden,

P. Ino Ta, C.Ss.R

Missionsprokur der Redemptoristen

 


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(Hinweis: Sumba-Aktion  Hlst. Dreifaltigkeit)