18.02.2026

Aschermittwoch und Fastenzeit

Mit dem Aschermittwoch beginnt die Fastenzeit und das klingt eigentlich nicht besonders festlich oder fröhlich. In einem alten Karnevalsschlager heißt es sogar: "Am Aschermittwoch ist alles vorbei ...!“ Aber am Aschermittwoch ist längst nicht alles vorbei!

Manches fängt dann erst richtig an!

Entdecke: bei Aschekreuz und Fastenzeit geht es um die Fülle des Lebens!

Wann genau?

Die Fastenzeit beginnt am Aschermittwoch und dauert genau vierzig Tage. Die sechs Sonntage werden dabei nicht mitgezählt. Somit endet die Fastenzeit immer mit dem Karsamstag.

Woran merke ich, dass Aschermittwoch ist?

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Aschermittwoch _ Gottesdienste mit Austeilung des Aschekreuzes

Eindeutige Hinweise sind das Aschekreuz auf der Stirn Ihrer Mitmenschen, das plötzliche Verschwinden von Karnevalsumzügen und Sitzungen aus Stadtbild und TV-Programm sowie Ankündigungen persönlicher Fastenziele.

Was feiern Christinnen und Christen an Aschermittwoch?

An Aschermittwoch beginnt die vierzigtägige Fastenzeit, die mit dem Osterfest endet. Vorbild für diese vierzig Tage des Verzichts und der Besinnung ist Jesus selbst: Im Matthäus-Evangelium wird berichtet, dass Jesus direkt nach seiner Taufe für vierzig Tage und Nächte zum Fasten in die Wüste ging. Das Aschekreuz, das beim Gottesdienstbesuch am Aschermittwoch auf unsere Stirn gezeichnet wird, dient als Symbol der Buße. Bevor wir in die Fastenzeit eintreten, zeigen wir mit diesem starken Zeichen, dass wir uns unseren „Altlasten“ bewusst werden wollen – und uns für die reinigende Zeit bereit machen.

Warum überhaupt Fasten?

Bevor er mit seinem öffentlichen Wirken begann, wurde Jesus in der Wüste vom Teufel verführt, also auf die Probe gestellt. Er widerstand dem Teufel durch seinen unerschütterlichen Glauben. In der Fastenzeit streben Christinnen und Christen in aller Welt diesem Vorbild nach: Sie wollen Verzicht üben, um ihren Blick wieder für das zu schärfen, was im Leben wirklich wichtig ist.

Was wird traditionell gefastet?

Ursprünglich haben Christinnen und Christen in der Fastenzeit neben einer Hauptmahlzeit nur zwei kleine Stärkungen am Tag zu sich genommen. So streng wird das Fasten heute allerdings wohl nur noch selten gelebt. Man kann beispielsweise ausprobieren, außer den drei Hauptmahlzeiten keine übermäßigen Nebenmahlzeiten zu essen. An Aschermittwoch und Karfreitag gilt traditionell das Gebot der Abstinenz: Fleisch ist vom Speiseplan gestrichen.

Wie Sie persönlich Ihre Fastenzeit gestalten, bleibt natürlich Ihnen überlassen. Viele Menschen suchen sich einen Lebensbereich aus, in dem der Verzicht eine besondere Herausforderung ist – ob Süßigkeiten, Shopping, Soziale Medien, Fernsehen, Alkohol oder das Lieblingsspiel auf dem Handy. Auch, wenn es eine Überwindung ist: Gehen Sie dahin, wo es weh tut. Die Erfahrung wird sich lohnen.

Hätten Sie’s gewusst?

Die Asche für den Aschermittwoch entsteht durch das Verbrennen der Palmzweige vom Palmsonntag des vorangegangenen Jahres. Bei uns in Deutschland sind das dann eher Zweige von Ahorn, Birke, Buche, Buchsbaum, Weide, Haselnuss oder Wacholderbeere. Wir in Pastoralen Raum Iserlohn nehmen meist Buchsbaum.

Hier gibt’s weitere Informationen und Anregungen, insbesondere auch für und mit Kinder:

https://www.familien234.de/kirchenjahr-feiern/aschermittwoch-fastenzeit/

Flippingbook: Fastenzeit

Zum Spiel „40-tage-unterwegs“

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